23-02-Über Slowenien nach Istrien bis zur Höhle bei Perušiš
23-02-Über Slowenien nach Istrien bis zur Höhle bei Perušiš
23. April 2023, Sonntag
Von Salzburg über die Tauern nach Kranj in Slowenien
Es ist immer wieder beeindruckend durch die Bergwelt der Alpen zu fahren. Oben auf den Bergen liegt noch Schnee.
Durch den Tauerntunnel und den Karawankentunnel sind wir in zweieinhalb Stunden in Slowenien. In Kranj finden wir einen Stellplatz.
24. April 2023, Montag
Am Vormittag in die jetzt belebtere Altstadt von Kranj.
In einem Laden frage ich, ob die Verkäuferin auch Russisch versteht, weil ich Russisch in der Schule lernen musste. Das wollte sie nicht.
Über die Autobahn und durch die Berge nach Pula.
Unser Sohn Stephan war im vergangenen Sommer hier. Im Camp Indije fand er es sehr gut. Wir können das nur bestätigen und beschließen für drei Nächte hier zu bleiben.
Räder raus und die Umgebung erkunden.
25.April 2023, Dienstag
Mit den Rädern die 10 km nach Pula.
Die historische Altstadt ist von Venedig geprägt und hat wunderbares italienisches Flair. Einkaufen, bummeln und es sich gut gehen lassen kann man hier perfekt
Wir fahren bis zum römischen Amphitheater und bewundern das unter Kaiser Augustus erbaute Bauwerk. Rund 1800 Jahre steht das schon dort. Ein Oval von 133 m x 105 m mit Plätzen für 23 000 Zuschauer. 32,50 m hoch an der höchsten Stelle! Welch eine bautechnische Leistung!
Bis 11:00 Uhr hält sich das Wetter, dann nieselt es und wir bringen uns in einer Gaststätte in der Nähe des Hafens in trockene Gefilde. Ab 16/17 Uhr zeigt die Vorhersage keinen Regen an. Bis dahin vergnügen wir uns im Einkaufszentrum „Max City“.
Wir kommen trocken und etwas ausgekühlt zum Camp zurück.
Das Wetter war nach diesem Regennachmittag plötzlich wieder schön.
26. April 2023, Mittwoch
Ein „Werbemensch“ für Bootsfahrten bietet für heute Nachmittag eine Tour zum Brioni-Archipel an. 14 Inseln sollen das sein und Delfine sind sicher zu sehen. Abendbrot essen auf dem Boot, da können wir nicht nein sagen.
Heute stimmt das Wetter für eine solche Tour. Sonne und angenehme Temperaturen den ganzen Tag.
Es war sonnig und windig. Die Delfine haben wir gesehen und das Essen war gut. Richtige Entscheidung!
27. April 2023, Donnerstag
Heute fahren wir weiter.
Labin, irgendwo in den Bergen an der Ostküste von Istrien ist unser erstes Ziel. Eine kleine sehenswerte Altstadt befindet sich hier. Durchbummeln, Kaffee trinken, fotografieren sind unsere Haupttätigkeiten.
Zum Übernachten fahren wir runter ans Meer nach Ičiči. Es geht sehr steil runter über Serpentinen mit vielen Nadelkurven.
28. April 2023, Freitag
In der Nähe der Autobahn Rijeka-Split befindet sich ein Stellplatz an einer interessanten Höhle, die man besichtigen kann. Das ist unser heutiges Ziel.
Von Ičiči die Serpentinen hoch auf knapp 500 m Höhe. Es ist eng, es ist steil und es macht Spaß diese Herausforderung fahren zu dürfen. Gut, jeden Tag möchte ich das nicht haben.
Rauf auf die Autobahn und ab nach Perušič zur Höhle.
Die nächste Höhlenführung ist um 15:00 Uhr. Marco ist Nationalpark-Ranger und führt zu diesem Zeitpunkt nur mich durch die Höhle. Wir verstehen uns auf Englisch sehr gut und haben viel Spaß miteinander. Die Höhle ist zwar nur 350 m lang, 30 m breit und 35 m hoch. Über ein Treppensystem ist sie für Besucher gut erschlossen. Ein kleiner See, es ist eher eine Pfütze, sammelt in der Mitte das Wasser. „Bitte nicht trinken!“, die Ausscheidungen der Fledermäuse machen aus dem ständig tropfenden Wasser einen gefährlichen Stoff.
Die durch die Tropfen geformten Stalaktiten (hängen von oben) und Stalagmiten (stehen von unten) haben interessante Figuren hervorgebracht, in denen sich Tiere und Gesichter erkennen lassen. Wir haben Spaß als Namenserfinder.
Übernachtung: hier auf dem Platz vor der Nationalpark-Info. So eine friedliche Gegend!
29. + 30.April 2023, Sonnabend + Sonntag
Von der Höhle nach Trogir
Trogir steht seit 1997 auf der UNESCO-Weltkulturerbe-Liste.
Die Griechen, die Slawen, die Kroaten, die Ungarn, die Sarazenen, die Republik Venedig, die Österreicher, die Franzosen unter Napoleon von 1806 bis 1814, das Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen und Jugoslawien haben hier geherrscht.
Wir finden einen Parkplatz fußläufig zur historischen Altstadt. Hier bleiben wir zwei Nächte.
Es ist purer Tourismus, viele Menschen, alle gut gelaunt und es ist sehr schön.
Einen Nachteil hat die Stadt, sie liegt direkt in der Einflugschneise des Flughafens Split. Trotzdem, so richtig stört uns das nicht.
1. Mai, Montag
Heute ist der 1. Mai. Blasmusik ist von unten her zu hören. Die Sonne scheint, freundliches Wetter.
Nach zwei Tagen Trogir zieht es uns weiter.
Wohin? Der Weg in Richtung Schwarzes Meer führt über Sarajevo, das ist aber zu weit. Etwa auf der Hälfte der Strecke sehen wir auf der Karte einen See mit Stellplätzen. Mitten in den Bergen auf 600 Höhenmetern.
Der Fluss Rama wurde hier 1968 aufgestaut und hat einen reich gegliederten Stausee entstehen lassen.
In den Bergen des Dinarischen Gebirges fährt es sich gut. Wir fühlen uns auf Grund der Weite und Kargheit an unsere Reise in die Mongolei erinnert. Andererseits sieht es in einigen Tälern wie in der Schweiz aus, nur viel schöner, da nicht jeder Hang zugebaut ist.
An der Grenze zu Bosnien-Herzegowina schalten wir unsere Handys aus. Wir sind nicht mehr in der Europäischen Union und die Kosten für Telefon und Daten sind exorbitant hoch. Anrufe nach Deutschland und vor Ort 2,18€/min,
ankommende Anrufe 0,96€/min,
Daten 50KB 0,585ct
Das ist nicht unbedingt günstig.
Von jetzt ab also nur noch per WIFI kommunizieren. Unser Stellplatz an einem Wohnhaus hat WIFI, zwar sehr langsam.
Kurz vor unserem Tagesziel tut sich ein Talkessel mit dem „Ramer Stausee“ auf. Idyllisch, als ob jemand eine Postkarte gezeichnet hat. Wir müssen mal wieder fotografieren!
Am Stellplatz angekommen werden wir mit guten Gesprächen, Bier und selbstgebranntem Slibowitz empfangen. Wir passen auf, dass wir uns alkoholmäßig nicht übernehmen.
Spaziergang auf die Halbinsel mit katholischer Kirche samt Übernachtungsmöglichkeiten für Pilger.
Weiter oben auf dem Berg gibt es eine Konoba. Leider haben wir kein Geld und keine Kreditkarte mit. Die Gaststätte muss auf uns bis morgen warten.
2. Mai 2023, Dienstag
In der Nacht hat es angefangen zu regnen. Bis zirka 15 Uhr wird der Regen anhalten. Eine gute Gelegenheit den Blog, weiterzuschreiben und nach dem Nachmittagskaffee zur Konoba spazieren gehen.
Tatsächlich bin ich gegen 15 Uhr mit dem Text fertig. Das Veröffentlichen wird heute nichts, da unser WIFI zu langsam ist. Vielleicht morgen in Sarajevo.
Wir haben uns eine Belohnung verdient. Lecker essen in der Taverne auf dem Berg.
































































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