23-07 Über Braila zu den Schlammvulkanen, zwei Tage Bukarest und zur Burg Rupea
23-07 Über Braila zu den Schlammvulkanen, zwei Tage Bukarest und zur Burg Rupea
21. Mai 2023, Sonntag
Nach Braila, die Straße ist gut. Eine Brücke über die Donau gibt es noch nicht. Von der Ferne sehen wir eine riesige Brücke im Bau. Mit der Fähre übersetzen.
In Braila finden wir einen guten Platz direkt neben der Stadtverwaltung und über der Flusspromenade.
Flusspromenade
Großartiges Ambiente hier. Wir genießen es.
22. Mai 2023, Montag
Nach einigen Tagen Rumänien haben wir festgestellt: Rumänien ist Bargeldland. Selbst auf dem Campingplatz wurde keine Karte akzeptiert. Der Antrag bei der Gesellschaft ist gestellt, aber es dauert. An Tankstellen und in großen Supermärkten zahlen wir mit unserem „Plastikgeld“. Ansonsten wird sehr gerne Bargeld genommen. Entweder rumänische Lei oder auch Euro, dann aber passend.
Einen Bankomaten bei Google-Maps suchen, hingehen, Geld auszahlen lassen, fertig. Jetzt sind wir wieder „flüssig“.
Zu den Schlammvulkanen am Rande des Karpartenbogens in der Nähe von Berca. Bis Berca ist plattes, fruchtbares Land. Die Felder sind gut bestellt. Überall grün und zum Teil ein Blütenmeer.
Ab Berca geht es für 15 km hoch in die Berge. Die Straße wird kurvig, wellig, steigt an und ist reparaturbedürftig, manchmal fehlt für 100 m die Asphaltschicht. „Reparaturlöcher“ sind vorbereitet. Die Geschwindigkeit sinkt rapide ab.
Und dann sind wir im Paradies. In einem Talkessel liegt unser Camp „Muddy Land“ = Modderland, umgeben von grünen Hügeln, ein friedliches Bild!
Die Schlammvulkane sind weiter oben und sind nicht zu sehen. Ein Weg/Trampelpfad führt in etwa 15 Minuten den Berg hinauf.
Erst mal ankommen und mit der „Feuerwehr reden“, die wir am Ort „2. Mai“ getroffen haben. Die anderen Nachbarn müssen auch noch bequatscht werden, Kaffee trinken und dann am Nachmittag hoch in den Schlamm.
Bei geo.de lese ich:
Schlammvulkane werden zwischen drei und acht Meter hoch und spucken statt heißer Lava kalten Schlamm. Sie entstehen durch kleine Gaseruptionen unter der Erde. Aus einer Tiefe von bis zu 3000 m befördern diese Eruptionen eine Mischung aus Tonböden und Grundwasser zu Tage.
Vor elf Jahren waren wir hier im Herbst bei feuchtem Wetter. Es war sehr rutschig und wirklich moddrig. Damals mussten wir anschließend unsere Schuhe und die Hosen waschen.
Heute ist es ein warmer, sonniger Spätnachmittag. Der Boden ist bis auf einige Stellen ausgetrocknet. Aus den Modderflächen blubbert es und wenig Flüssiges rinnt nach unten. Eine andere Situation als vor elf Jahren.
Aber genauso beeindruckend, diese unwirkliche Landschaft.
Unsere Nachbarn waren heute um 9 Uhr oben. Für sie war es schwierig auf dem glitschigen Untergrund zu gehen.
23. Mai 2023, Dienstag
Wir lassen uns Zeit und kommen erst gegen Mittag los. 140 km und 2 Stunden und 19 Minuten sagt uns Super-Klara für den Weg nach Bukarest voraus. Es wird etwas länger, wir fahren langsam und genießen die Gegend und auch die Dörfer, durch die wir fahren.
In den letzten Jahren haben wir immer die Koordinaten für alle möglichen Dinge angegeben. Das gibt aus meiner Sicht keinen Sinn mehr. Apps wie zum Beispiel „park2night“ sind da viel umfassender und genauer. Obwohl, auch da sind die Daten zum Teil veraltet und manchmal unbrauchbar.
Für Bukarest brauchen wir einen sicheren Park- und Übernachtungsplatz.
Den finden wir in der Nähe des Flughafens beim Camper-Hub. Umzäuntes Gelände, Video überwacht bei einem Wohnmobilverleiher in einem Gewerbegebiet, mit Strom und Wasserversorgung und Abwasserentsorgung, Waschmaschine und ordentlicher Busanbindung nach Bukarest.
Anmeldung über Telefon und eMail, Öffnung des verschlossenen Tores über eine Google-App. Mit dieser App und deren Zugangsdaten können wir das Tor bedienen. Klasse.
Busfahren 5 Minuten zur Haltestelle, mit SMS bezahlen.
Herausforderungen, aber genau das brauchen wir ja, um geistig fit zu sein, zu werden, zu bleiben.
Die Waschmaschine läuft für uns. Am Abend ist die Wäsche fast trocken.
24. Mai 2023, Mittwoch
Die zweite Waschmaschine angesetzt, Wäsche auf die Leine und gegen Mittag mit dem Bus in die Hauptstadt Rumäniens.
Bus fahren: Problem Nr. 1, mit einer deutschen SIM-Karte kann man den Fahrschein nicht bezahlen. Kein Problem sagt der Chef, ihr bekommt meine Karte und kauft euch an einem Fahrkartenkiosk eine Tageskarte. Das funktioniert genauso!
Zum Unionsplatz, der ist mit seinen Wasserspielen sowas wie der zentrale Platz.
Mit Sicht auf das Parlamentsgebäude mit 5001 Zimmern, auf Prunkstraßen im Zuckerbäckerstil.
Irgendwie schön und gleichzeitig komisch. Betonarchitektur, nicht unbedingt brutal, wir fremdeln etwas damit.
Die Altstadt mit dem Kneipenviertel ist quirlig und angenehm.
Universitätsgebäude
25. Mai 2023, Donnerstag
Fahrtag von Bukarest nach Rupea
Geplant hatten wir in Brasov / Kronstadt zu übernachten. Die Parkplatzsituation in Kronstadt war problematisch. Große Stadt, super organisiert, Straßen in Ordnung, aber viele Autos brauchen viele Parkplätze. Das tun wir uns nicht an und fahren, nach etwas suchen, weiter nach Rupea. Hier ist eine mittelalterliche Burg mit einem wunderbaren Stellplatz. Die Sicht von hier oben ist einzigartig.
Burg Rupea in der Nacht
26. Mai 2023, Freitag
Nach einer angenehmen Nacht besichtigen wir die Burg Rupea.
Gefällt uns. Schöne Touristenattraktion.
Vo 11 Jahren waren wir auch bei den Schlammvulkanen. Der Link dazu ist hier:
2012-11. Schlammvulkane
https://eur-opa.blogspot.com/2012/10/11-schlammvulkane.html





























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